Tag 4: Muggsjølia - Skedbro

Meinen Beinen ging es am näcsten Tag schon gleich viel besser, bereit für neue Schandtaten. Für heute standen dann wohl die restlichen 14km bis zur Hütte Skedbrostugan in Schweden an. Nach Kartenstudium und einigem Überlegen entschied ich mich, wenn es keine Spuren oder Wege südlich des Skedbrofjället gäbe, eine Route nördlich des Berges zu suchen. Macht ja doch keinen Unterschied, wo ich durch den Schnee stapfe.

Ich folgte zunächst noch einer dieser verschneiten Skispuren, überquerte den Stenkåstjønna und muss dann wohl an der Hütte Muggsjøbua vorbeigelaufen sein, ohne sie zu finden. Nachdem sich auch die Spuren verloren, stapfte ich eben alleine im Nirgendwo vor mich hin. Ich hielt mich nördlich des Tales mit dem Bach Bjørbekken. So ging es ständig ein wenig bergauf und bergab, wenn wieder ein Seitental einmündete. Unten im Tal gab es allerding einige verdächtige Rinnen, die wohl nicht nur so aussahen, als fließe Wasser darunter. Da waren mir die kleinen Hügel lieber.

Nach endlos vielen solcher Buckel erreichte ich einen Zaun. Zu beiden Seiten gab es Scooter-Spuren, und dank GPS war kein Zweifel möglich, dass dies die EU-Außengrenze zwischen Norwegen und Schweden sein müsste. Man konnte einfach drübersteigen, einzig meine Schneeschuhe waren ein wenig hinderlich. In Schweden stieß ich bald auf die Kälomstugan, die als "Ren-vaktar-stuga" in der Karte eingezeichnet war. Dort gab es eine Stromleitung und drinnen hat irgendwas mächtig gebrummt. Strom! Und sowas mitten in der Wildnis.

Als nächstes überquerte ich einige weitere Scooterpisten und arbeitete mich am Nordhang des Skedbrofjället empor. Diesen Anstieg nahm ich in der Hoffnung auf eine gute Fernsicht gerne auf mich, traversierte schließlich sogar noch hoch über dem fest verharschtem Nordhang. Aber die Aussicht war doch eher mäßig. Wahrscheinlich ist dafür doch die Südseite besser.

Schließlich ein kurzer Abstieg, ein See, dann stand ich an der Hütte Skedbrostugan des Schwedischen Wandervereins STF. Ich war überwältigt. Gleich zwei Hüttenwärter drückten mir einen heißen Tee in die Hand, ca. 8 andere, neugierige Gäste fragten, woher und wohin, innen war alles blitzblank geputzt und mollig warm eingeheizt, und als Höhepunkt gab es sogar einen Supermarkt im Schrank. Eine völlig andere Welt, als die Tage zuvor.































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last update 06 May 2008 22:11:46