Tag 2: Fjølburøsta - Ljøsnåvollen

Am nächten Tag folgte ich zunächst einer Scooter-Spur, im Sommer wahrscheinlich die offizielle Straße nach Fjølburøsta. Nach kurzer Zeit kam ich an eine Brücke über den Feragselva, der Abfluss des Sees Feragen. So richtig zugefroren war dieser Abfluss nicht, so dass die Brücke schon ganz praktisch war.

Kurz danach verließ ich die Scooter-Piste und hielt mich am Ufer des zugefrorenen Sees. Ich folgte dabei einer einzelnen Skispur, und erreichte bald auch die offiziell markierte Route, plattgewalzt mit Scootern und markiert mit kleinen Zweigen. Die Route führte nun geradewegs auf den zugefrorenen See Feragen. Ein wenig mulmig war mir dabei schon zumute, aber das Eis war natürlich bei Weitem dicker, als es für mich hätte sein müssen. Also hielt ich mich an die Zweige, die mich, anders als in der Karte eingezeichnet, geradewegs zum Hof Svartvika führten. In einer der Hütten bei dem alten Holzgehöft waren sogar ein paar Norweger mitsamt Familie, die ersten Menschen seit dem Trubel rund um Røros. Bei dem üblichen "Woher, wohin?" meinten sie, da in dieser Richtung quer durch den Wald läge mein Etappenziel Ljøsnåvollen, einen markierten Weg gibt es nicht.

Also marschierte ich denn auch schnurgerade durch den tief verschneiten Wald. Naja, den Bäumen wich ich schon aus und ein paar steilen Anstiegen auch. Eigentlich war der GPS Kurs das einzige schnurgerade an dem Weg, mehr Orientierung gab es im dichten Wald fast nicht. Zu meiner Überraschung fand ich aber trotzdem den Ljøsnådalstjørna, der in der Karte eingezeichnet war. Und etwas später fand ich dann auch mein Etappenziel.

Die Hütten von Ljøsnåvollen hätte man eigentlich gut als Museum vermarkten können. Ein Bett aus dem 19. Jahrhundert, Lampe und Ofen sahen auch nur unwesentlich jünger aus. Und ich hatte die ganze Anlage für mich alleine, das gefiel mir! Was mir nicht so sehr gefiel war mein linkes Schienbein. Da ich nicht gewohnt war, ständig einen Schneeschuh am Fuß zu haben, steckte mir die gestrige Etappe noch ordentlich in den Knochen. Hätte ich mir wohl doch besser einen Schlüssel für Marenvollen organisiert. Zum Klohäuschen nach draußen kam ich jetzt jedenfalls nur noch humpelnd.


























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last update 06 May 2008 22:11:46